Grundrezepte Backen

Wiener Biskuit – Grundrezept

Wiener Biskuit - GrundrezeptEndlich darf ich euch mein allerliebstes Lieblingsrezept vom Wiener Biskuit vorstellen. Der Tortenboden ist so wunderbar locker-fluffig und dennoch stabil. Die Menge für den Tortenboden ist für eine 26 cm Torte gedacht, die je nach Füllung um die 10 cm hoch wird.
Früher habe ich nie Biskuitteige gebacken, da ich mir das nie zugetraut habe. Aber heute verstehe ich mein damaliges Problem nicht mehr. Der Biskuitteig ist super einfach in der Herstellung. Man muss lediglich ein paar Grundregeln beachten, wie z. B. dass die Eier unbedingt Zimmertemperatur angenommen haben müssen und dass man die trockenen Zutaten siebt und sorgfältig unter die Eiermasse hebt. Nichts Tragisches also!

Ich mag ja mein Wunderkuchen-Rezept auch sehr! Dieses ist aber für stabile Torten gedacht, die eine „schwere“ Füllung haben, wie z. B. Buttercreme, oder die für Motivtorten noch zurecht geschnitzt werden müssen. Für eine mehrstöckige Torte würde ich auch ganz klar eher den Wunderkuchen bevorzugen, da er einfach die gewisse Stabilität mit sich bringt, die man bei solchen Torten benötigt. Falls ihr jedoch eine leichte Füllung wie beispielsweise Sahne (wie bei meiner Schwarzwälder Kirschtorte) oder eine Quarkcreme für eure Torte verwenden möchtet, so kann ich euch das Rezept für den Wiener Biskuit nur wärmstens empfehlen!

Wiener Biskuit - GrundrezeptDen Wiener Biskuit kann man auf zwei Weisen herstellen. Entweder ihr trennt die Eier und hebt Eischnee unter die ganze Teigmasse oder ihr schlagt die kompletten Eier in einer Rührschüssel so lange auf bis sich das Volumen verdreifacht hat und die Eiermasse stabil ist. Die zweite Variante dauert etwas länger in der Herstellung als die erste. Es bleibt jedoch jedem selbst überlassen, welche Variante bevorzugt wird. Ich muss sagen, dass ich beide Varianten mag und je nach Zeit und Lust die eine oder andere Variante durchführe.

Als kleiner Tipp am Rande: wenn ich Torten backe, stelle ich den Tortenboden immer am Vortag her und lasse ihn dann über Nacht – in Frischhaltefolie gewickelt – komplett abkühlen und ruhen. So lässt er sich am Folgetag super waagrecht durchschneiden und füllen.

Wiener Biskuit - Grundrezept
Wiener Biskuit - Grundrezept


Rezept drucken (mit Bild)
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Zubereitung: 15 bis 25 min
Backzeit: 25 bis 30 min
Zeit insgesamt: 40 bis 60 min

Zutaten für einen hohen Tortenboden mit 26 cm Durchmesser:
7 Eier (zimmerwarm!)
1 Prise Salz
230 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
160 g Mehl
40 g Kakao (oder Speisestärke bei Vanillevariante)
50 g Speisestärke
½ TL Backpulver
60 g zerlassene Butter

Besonderes Werkzeug:
Handrührgerät oder Küchenmaschine mit Schneebesen
Sieb
26 cm Tortenring mit einer Höhe von 8 bis 10 cm

Zubereitung:
Den Backofen auf 190 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Einen Tortenring mit Backpapier einkleiden, sodass später kein Teig auslaufen kann.

Wie bereits erwähnt gibt es für die Herstellung eines Biskuitteigs zwei verschiedene Varianten:

  1. Variante: Eier trennen

Die Butter zerlassen. Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. In einer anderen Rührschüssel die Eigelbe mit dem Zucker und der Vanille mindestens 5 min weißcremig rühren. Anschließend die trockenen Zutaten wie Mehl, Kakao, Speisestärke und Backpulver vermischen und in die Eiermischung hineinsieben. Alles ganz kurz miteinander verrühren bis keine Teignester mehr zu sehen sind. Danach den Eischnee auf zwei Mal dazugeben und sorgfältig mit einem Schneebesen oder Teigschaber unterheben. Zum Schluss die zerlassene Butter dazu gießen und ebenfalls kurz unterrühren. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und bei mittlerer Schiene etwa 25 bis 30 min backen. Stäbchenprobe nicht vergessen!

  1. Variante: Eier nicht trennen

Die Butter zerlassen. Bei dieser Variante die Eier in eine Rührschüssel geben und mit Salz, Zucker und Vanille mindestens 20 min weißcremig aufschlagen lassen. Die Eiermasse wird sehr voluminös, es empfiehlt sich also eine große Rührschüssel zu nehmen! Die Masse ist fertig gerührt, sobald nichts mehr vom Schneebesen rutscht, wenn dieser aus der Masse gezogen wird. Anschließend die trockenen Zutaten wie Mehl, Kakao, Speisestärke und Backpulver vermischen und in die Eiermischung hineinsieben. Alles ganz kurz miteinander verrühren bis keine Teignester mehr zu sehen sind. Zum Schluss die zerlassene Butter dazu gießen und ebenfalls kurz unterrühren. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und bei mittlerer Schiene etwa 25 bis 30 min backen. Stäbchenprobe nicht vergessen!

Nach dem Backen den Tortenboden auf einem Kuchengitter 15 min lang abkühlen lassen. Anschließend den Tortenring mit einem Messer lösen und das Backpapier entfernen. Den Tortenboden so nun vollständig erkalten lassen.
Falls der Boden erst am Folgetag weiter verarbeitet wird, noch in etwas Frischhaltefolie wickeln und bis zur Verarbeitung ruhen lassen. So lässt er sich super waagrecht durchschneiden.

 

Variationen des Wiener Biskuits:
Zitronenteig: zur Vanillevariante Abrieb einer Bio-Zitrone geben
Nussteig: die Hälfte des Mehls durch gemahlene Nüsse austauschen

 

Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit!

Eure Sarah ♥

Wiener Biskuit - Grundrezept

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Wunderkuchen – Grundrezept

Wunderkuchen - Grundrezept

Wunderkuchen - GrundrezeptIch liebe einfach dieses Rezept. 🙂 Ein Wunderkuchen ist in der Konsistenz ein Mix aus einem fluffig-lockeren Biskuitteig und einem saftig-stabilen Rührteig. Meiner Meinung nach perfekt für Torten und daher auch sehr beliebt bei Motivtortenbäckern. Man kann ihn super in mehrere Tortenböden schneiden und zu 3D-Torten schnitzen. Was auch total klasse an diesem Rezept ist: er ist super wandelbar! Man kann anhand diesem Rezept klassische Vanille- oder Schokoböden zaubern, jedoch auch Fruchtböden, Likörböden, Kaffeeböden, Nussböden etc. Die Varianten erläutere ich euch natürlich im Rezept.

An sich ist es ein einfacher Vorgang, jedoch muss man ein paar Dinge beachten. Ganz wichtig ist wie in vielen anderen Rezepten natürlich auch, dass die Kühlschrank-Produkte etwa eine halbe Stunde vor Verwendung bei Zimmertemperatur gelagert werden müssen. Nehmt euch Zeit, die Eier aufzuschlagen und hebt die trockenen Zutaten sorgfältig (!!), aber dennoch nicht zu langsam unter, da ansonsten das Backpulver an Wirkung verliert! So kann nichts mehr schief gehen. 🙂

Der Kuchen/Tortenboden wird recht hoch, also bestimmt 7 bis 8 cm. Falls ihr das Rezept für einen normalen Kuchen verwenden möchtet, halbiert das Rezept. Wenn ihr einen anderen Durchmesser benötigt, findet ihr eine Umrechnungstabelle unter „Tipps & Tricks“, „Umrechnungstabelle“.

Ein Rezept mit diesem Wunderkuchen als Grundlage ist beispielsweise die Erdbeer-Raffaelo-Torte.

Wunderkuchen - Grundrezept
Wunderkuchen - Grundrezept


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Zubereitung: 15 min
Backzeit: 50 min
Zeit insgesamt: 1 Std. 5 min

Zutaten für einen Tortenboden mit 20 cm Durchmesser:
4 Eier (zimmerwarm)
200 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt oder 1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
200 ml Flüssigkeit (z. B. Milch, Wasser, Saft, Likör, Kaffee,…)
200 ml neutrales Öl (z. B. Sonnenblumenöl)
300 g Mehl
25 g Speisestärke
1 Pck. Backpulver

Zubereitung:
Den Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Einen Tortenring mit Backpapier auskleiden, sodass kein Teig auslaufen kann.

Die Eier mit dem Salz, Zucker und Vanille weißcremig aufschlagen. Das Volumen sollte sich verdreifachen und die Eiermasse sollte ein wenig standfest sein. Dies kann durchaus 5 bis 7 min mit einer Küchenmaschine dauern. Je länger, desto besser!

Anschließend auf langsamer Stufe weiter rühren und die Flüssigkeit mit dem Öl zur Eiermasse gießen. Etwas unterrühren. Nun alle trockenen Zutaten vermischen und zur bereits aufgeschlagenen Masse sieben (!). Nun mit einem Schneebesen von Hand sorgfältig unterheben. Es sollten keine Klümpchen der trockenen Zutaten mehr zu sehen sein. Falls dieser Vorgang nicht wie beschrieben sorgfältig ausgeführt wird, kann es euch passieren, dass euer Teig an manchen Stellen zu flüssig ist und euch aus dem Tortenring ausläuft (ich spreche da aus Erfahrung :-D).

Den Teig in den Tortenring füllen und bei mittlerer Schiene circa 50 bis 55 min backen. Vergesst bitte die Stäbchenprobe nicht. Hierfür ein Holzspieß in die Mitte des Kuchens stechen. Falls noch Teig am Holz kleben bleibt, ist der Kuchen noch nicht ganz fertig. Einfach so lange backen lassen bis kein Teig mehr haften bleibt.

Den Kuchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Nach 10 min den Tortenring lösen und das Backpapier entfernen.

So kann der Kuchen komplett abkühlen und weiter verwendet werden.

Variationen des Wunderkuchens:
Schokoteig: statt Speisestärke selbe Menge Backkakao verwenden
Fruchtteig: Obstsaft als Flüssigkeit verwenden, beispielsweise Orangensaft
Zitronenteig: zur Vanillevariante Zitronenschale einer Bio-Zitrone geben
Nussteig: statt 300 g Mehl, 200 g Mehl plus 100 g gemahlene Nüsse verwenden
Kaffeeteig: zimmerwarmen Kaffee als Flüssigkeit verwenden
Likörteig: einen Teil der Flüssigkeit durch entsprechenden Likör (z. B. Eierlikör, Baileys) ersetzen

Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit!

Eure Sarah ♥

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Deutsche Buttercreme – Grundrezept

Deutsche Buttercreme

Deutsche ButtercremeIch habe schon viele Rezepte der deutschen Buttercreme getestet. Dieses hier ist aber mein Favorit. Schön vanillig, samt und wirklich nicht zu süß. Da ich es absolut nicht mag, wenn etwas einfach nur nach Zucker schmeckt, könnte ich beispielsweise nie eine Torte mit der amerikanischen Buttercreme – die im Übrigen fast nur aus Butter und Puderzucker besteht – füllen. Darum bevorzuge ich meistens die deutsche Buttercreme, wenn eine Torte mit Buttercreme gefüllt werden soll. Auch als Topping für Cupcakes nehme ich sehr gern diese Buttercreme. Sie ist leicht bekömmlich und liegt nicht so schwer im Magen. Natürlich kann man dieses Rezept sehr vielseitig variieren, sodass man aus diesem Grundrezept verschiedene leckere Geschmacksrichtungen erzielen kann. Diese Variationen stelle ich euch ganz unten vor. 🙂

Eine Buttercreme herzustellen ist nicht schwer. Trotzdem hapert es manchmal bei Hobbybäckern. Dies liegt meiner Meinung nach oft daran, dass eine Grundregel nicht beachtet wird: Die Butter und der Pudding müssen unbedingt Zimmertemperatur haben! Ansonsten gerinnt die Creme, sieht unschön aus und schmeckt nicht so toll. Also bitte diese Regel immer im Hinterkopf behalten, dann kann auch nichts schief gehen.

Deutsche Buttercreme
Deutsche Buttercreme


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Zubereitung: 20 min
Wartezeit: 3 Std.
Zeit insgesamt: 3 Std. 20 min

Zutaten für 16 Cupcakes oder eine 22 cm Torte (zum füllen und einstreichen):
450 ml Milch
45 g Speisestärke
1 Pck. Vanillezucker oder 1 TL Vanilleextrakt
50 g Zucker
2 Eigelbe (ca. 45 g)
1 Prise Salz
250 g Butter (zimmerwarm!)

Zubereitung:
In einem kleinen Topf die Milch, Eigelbe, Vanille, Speisestärke, den Zucker und das Salz mit einem Schneebesen sorgfältig verrühren bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Nun alles aufkochen lassen und dabei immer kräftig rühren. Sobald ein Pudding entstanden ist noch 1 min weiterrühren und köcheln lassen, damit der Geschmack der Speisestärke etwas verkocht wird. Aufpassen, dass der Pudding nicht anbrennt!
Nun die Herdplatte ausschalten und den Pudding in eine Schüssel umfüllen. Frischhaltefolie direkt auf den Pudding legen, damit sich keine Haut bilden kann. So bleibt der Pudding nun für mindestens 3 Stunden bei Zimmertemperatur stehen.

Um die Creme fertig zu stellen, die Butter mit einem Handrührgerät oder mit einer Küchenmaschine 5 min weißcremig aufschlagen. Wer möchte kann nun den Pudding noch durch ein feines Sieb streichen, um mögliche Klümpchen zu entfernen. Anschließend esslöffelweise den Pudding zur Butter hinzufügen. Es ist wirklich sehr wichtig, dass Butter und Pudding dieselbe Raumtemperatur angenommen haben! Ansonsten kann die Creme gerinnen und sieht unschön aus.

Ich empfehle euch die fertige Buttercreme direkt nach der Herstellung als Tortenfüllung oder Cupcakes-Topping zu verwenden. So sieht sie noch am schönsten aus. Bei Bedarf anschließend kalt stellen. Vor dem Anschnitt jedoch bitte je nach Zimmertemperatur 30 bis 60 min vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen, damit die Creme nicht zu kalt/fest ist. So kann sich ihr volles Aroma entfalten.

Die deutsche Buttercreme hält mindestens 3 Tage gekühlt im Kühlschrank.

 

Variationen der deutschen Buttercreme:
Schokobuttercreme: zur Vanillevariante noch 100 g geschmolzene Zartbitterschokolade geben. Hier jedoch 300 g Butter statt 250 g verwenden!

Fruchtbuttercreme: statt Milch gewünschten Obstsaft verwenden oder Obst klein pürieren und den Rest mit Saft auffüllen (z. B. Mango, Orange,…)

Zitronenbuttercreme: zur Vanillevariante Zitronenschale einer Bio-Zitrone geben

Nussbuttercreme: zur Vanillevariante Nusspaste geben

Kokosbuttercreme: statt Milch Kokosmilch verwenden

Kaffeebuttercreme: statt Milch Kaffee verwenden

Likörbuttercreme: einen Teil der Milch durch entsprechenden Likör (z. B. Eierlikör, Baileys) ersetzen

 

Viel Spaß beim Nachmachen und einen guten Appetit!

Eure Sarah ♥

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