Kuchen

Weihnachtlicher Gewürzkuchen mit Orangen-Zimt-Sahne

Weihnachtlicher Gewuerzkuchen mit Orangen-Zimt-SahneWeihnachten naht. Überall in den Läden findet man schon längst Weihnachtsgebäck, Stollen usw. Manchmal kommt jetzt schon richtige Weihnachtsstimmung auf. Auch bei uns ist die Weihnachtsstimmung so langsam aber sicher angekommen. Ich liebe einfach die ganzen weihnachtlichen/winterlichen Gewürze wie Zimt, Nelken und Kardamom. So herrlich wie sie duften. Zusammen mit Kakao einfach einmalig. Die Orangen sorgen für einen Frischekick. Alles zusammen in einem Kuchen kann doch einfach nur lecker sein, oder? Und bei diesem Duft, der durch die gesamte Wohnung strömt, während der Kuchen im Backofen vor sich hin bäckt…Mmhhhm. Ich kann es jetzt noch förmlich riechen. Und schwupps…schon habe ich wieder Lust auf so einen leckeren Gewürzkuchen. 😀 Die Orangen-Zimt-Sahne verleiht dem Rührteig ein gewisses Extra an Feuchtigkeit und Geschmack.Weihnachtlicher Gewuerzkuchen mit Orangen-Zimt-SahneWie stimmt ihr euch auf die vorweihnachtliche Zeit ein? Erzählt mir eure Geschichten, ich bin sehr gespannt darauf! 🙂

Weihnachtlicher Gewuerzkuchen mit Orangen-Zimt-Sahne
Weihnachtlicher Gewuerzkuchen mit Orangen-Zimt-Sahne


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Zubereitung: 25 min
Backzeit: 40 min
Zeit insgesamt: 1 Std. 5 min

Zutaten für eine Springform mit 20 cm Durchmesser *:

Für den Teig:
125 g Butter, zimmerwarm
125 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Eier (Kl. M)
1 TL Zimt
½ TL Nelkenpulver
¼ TL Kardamom, gemahlen
30 g Kakao, ungesüßt
1 kl. Prise Salz
200 g Mehl
½ Pck. Backpulver
Abrieb einer Bio-Orange
6 EL Orangensaft, frisch gepresst

Für die Sahne:
300 ml Sahne
1 Pck. Sahnesteif
1 Pck. Vanillezucker
1 EL Zucker
½ TL Zimt
4 EL Orangensaft, frisch gepresst

Für die Form:
1 EL Butter
etwas Mehl

Für die Deko:
Zimtpulver
evtl. Sternausstecher

Besonderes Werkzeug:
Handrührgerät oder Küchenmaschine mit Schneebesen
Springform mit 20 cm Durchmesser
Sieb

Zubereitung:
Eine Springform (20 cm Durchmesser) mit Butter einpinseln und mit etwas Mehl einstäuben. So gelingt es später besser, den Kuchen aus der Form zu lösen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die zimmerwarme Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker 3 min weißcremig aufschlagen. Die Eier einzeln hinzugeben und jedes Ei sorgfältig unterschlagen. Mehl, Backpulver, Kakao, Zimt, Nelken, Kardamom und Salz vermischen und zur restlichen Masse sieben (!). 6 EL vom frisch gepressten Orangensaft und den Orangenabrieb hinzufügen und kurz und zügig unterrühren. Bitte nicht zu lange rühren, da das Backpulver sonst an Wirkung verliert.

Den Teig nun in die vorbereitete Springform füllen und bei mittlerer Schiene etwa 40 min backen. Stäbchenprobe bitte nicht vergessen. Achtung! Jeder Backofen bäckt anders. Darum bitte gegen Ende der Backzeit immer wieder danach schauen, dass er nicht zu trocken wird und falls noch etwas Teig am Holzstäbchen haften bleibt, lieber noch ein paar Minuten länger backen.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Anschließend die Springform lösen und den Kuchen auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Die Sahne in der Zwischenzeit kurz auf kleiner Stufe verrühren. Anschließend das Sahnesteifmittel hinzugeben und zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker steif schlagen. Zimt und 4 EL des frisch gepressten Orangensaftes hinzugeben und nochmals kurz verrühren.

Die Orangen-Zimt-Sahne nun mit einem Teigschaber oder Löffel auf dem Kuchen verteilen. Mit einem Sieb etwas Zimtpulver auf der Sahne verteilen. Wer mag kann jetzt noch mit Sternausstechern ein paar große und kleine Sterne in die Sahne stechen. Sieht es nicht hübsch aus?

Anschließend den Kuchen bis zum Verzehr kaltstellen.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit!

Eure Sarah ♥

Weihnachtlicher Gewuerzkuchen mit Orangen-Zimt-Sahne * Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate Links. Was bedeutet das? Ich erhalte eine kleine Provision, falls du über Ofenliebe einkaufst. Für dich ändert sich nichts.

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Schoko Brownies – einfach und schnell

Schoko Brownies - einfach und schnellAlso liebe Backfreunde, Brownies gehen doch einfach immer, oder? Da bislang noch ein tolles Rezept hierfür auf meinem Blog gefehlt hat, hole ich das schnell mal mit diesen leckeren Schoko Brownies nach! Sie sind super einfach in der Herstellung und auch schnell gemacht. Aber eines noch vorweg: Wer nun ein Brownie-Rezept für richtige „fudgy“ (innen noch etwas wabbelig und nass) Brownies erwartet, ist hier leider an falscher Stelle. Diese Schoko Brownies sind nicht zu nass, aber auch nicht zu trocken. Wenn die Brownies noch halb roh sind, mag ich es einfach nicht. Oder vielleicht habe ich noch keine guten davon gegessen. Werde ich sicherlich auch noch ausprobieren, aber ich finde einfach, dass Brownies nicht vom Teller laufen sollten. Da hat jeder eine andere Ansicht, klar. Wer also nun aber ebenfalls Schoko Brownies mag, die nicht furztrocken sind, aber auch nicht zu wabbelig, ist hier nun richtig und liest am besten einfach weiter. 🙂

Schoko Brownies - einfach und schnellDiese leckeren Teilchen sind auch nicht übertrieben süß. Sie sind genau richtig. Meiner Meinung nach natürlich. Manchmal ist es auch sehr von Vorteil, wenn man ein Rezept zur Hand hat, das gelingsicher ist und schnell gemacht ist. Wenn nun beispielsweise unangekündigter Besuch vor der Türe steht, und man ihnen trotzdem etwas leckeren zum Naschen anbieten möchte, dann ist so ein Rezept immer gut. Schokolade mag ja eigentlich so fast jeder Mensch unter uns…und die Zutaten hierfür hat auch fast jeder, der ab und zu mal bäckt, immer zuhause. Ihr erwartet in paar Minuten Gäste? Oder ihr habt einfach nicht so viel Zeit in der Küche rum zu stehen, weil ihr noch viele andere Dinge erledigen müsst? Oder ihr habt schlicht und ergreifend einfach keine Lust ewig lang zu rühren, zu kneten, usw.? Ihr habt aber trotz allem total Lust auf etwas Schokoladenes? Etwas kuchiges? Na dann ran an die Rührschüssel und los geht’s.

Schoko Brownies - einfach und schnell
Schoko Brownies - einfach und schnell


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Zubereitung: 5 min
Backzeit: 20 bis 25 min
Zeit insgesamt: 25 bis 30 min

Zutaten für eine Brownie-Backform (ca. 20 x 20 cm, oder maximal 23 x 20 cm):
100 g Butter
3 Eier (Kl. M)
120 g Mehl
1 Prise Salz
1,5 TL Backpulver
50 g Kakaopulver, ungesüßt
50 g brauner Zucker
50 g weißer Zucker
50 g Schokodrops, zartbitter

Besonderes Werkzeug:
Schneebesen oder Handrührgerät
Brownie-Bachblech (20 x 20 cm oder maximal 23 x 20 cm)

Zubereitung:
Den Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Brownie-Backblech mit Butter fetten oder mit Backpapier auslegen.

Die Butter in einem Topf oder in der Mikrowelle leicht schmelzen. Es muss nicht komplett geschmolzen sein. Die Eier in einer Rührschüssel mit einem Schneebesen oder mit den Quirlen eines Handrührgeräts kurz verquirlen. Die leicht flüssige Butter hinzugeben und weiterrühren. Nun das Mehl, Backpulver und Kakaopulver hineinsieben. Das Salz, brauner und weißer Zucker und die Schokodrops ebenfalls mit in die Rührschüssel geben. Alles ganz kurz verrühren bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind. Aber bitte nicht zu lange rühren.

Den Teig nun in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und etwa 20 bis 25 min auf mittlerer Schiene backen. Bitte schaut ab der 20. Minute öfter mal in den Ofen. Die Brownies sollten nicht zu fest werden, aber auch nicht mehr wabbelig sein. Wenn ihr die Stäbchenprobe macht, darf ruhig noch ein klein wenig Teig daran hängen bleiben. Die obere Schicht sollte aber auf jeden Fall schon „trocken“ sein, ansonsten wird es ein sehr feuchter Brownie.

Das Backblech aus dem Ofen nehmen, gut abkühlen lassen. Anschließend in Quadrate schneiden, mit Puderzucker bestäuben und schon sind sie fertig. Sie schmecken sehr gut lauwarm, aber natürlich auch kalt.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit!

Eure Sarah ♥

Schoko Brownies - einfach und schnell

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Riesen Bratapfel-Zimtschnecke

Riesen Rratapfel-ZimtschneckeIhr habt Lust auf etwas total Fluffiges? Dann habe ich hier etwas richtig schön herbstliches/winterliches für euch. Eine Bratapfel-Zimtschnecke in XXL-Format. Dass wir Hefeteig mögen, dürfte bereits denjenigen, die meinen Blog schon etwas länger verfolgen, bekannt sein. Wir haben beispielsweise in der Vergangenheit diverse herzhafte Hefeteig-Variationen mit euch geteilt: z. B. die Dinkel-Minipizzen oder meine Focaccia. Hefeteig ist so wunderbar weich und vielseitig einsetzbar. Im süßen Bereich gibt es hier auch jede Menge zu backen. Meine To-Do-Liste ist schon ziemlich lang, was ich alles noch aus der guten alten Hefe zaubern will. Aber die Zeit und das Essvermögen lässt das nicht alles auf einmal zu. 😀 Darum kommen immer nach und nach meine Ideen hier auf den Blog.

Riesen Rratapfel-ZimtschneckeDie Kombination aus Äpfeln und Zimt finde ich auch immer sehr passend, vor allem wenn es wieder Richtung kältere Jahreszeit geht. Also wurde es eine Bratapfel-Zimtschnecke. In Großformat. So kann man diese Zimtschnecke wie einen normalen Kuchen anschneiden und servieren. Das macht meiner Meinung nach richtig etwas her und sieht hübsch aus. Oder findet ihr nicht? Aber eine Hefeschnecke soll nicht nur schön aussehen, sondern auch einfach leckerschmecker sein. Und das ist sie! Apfel-Hefeteig und Apfel-Zimt-Füllung. Einfach lecker! Testet sie selbst und lasst mir einen Kommentar da wie es euch geschmeckt hat. Habt ihr Wünsche, was ich noch alles mit Hefe backen soll? Ich setze eure Wünsche gerne in die Tat um und entwickle immer gern neue Rezepte. Also her damit. 😉

Riesen Rratapfel-Zimtschnecke
Riesen Rratapfel-Zimtschnecke


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Zubereitung: 30 min
Wartezeit: circa 2 Std.
Backzeit: 40 min
Zeit insgesamt: 3 Std. 10 min

Zutaten für 1 Schnecke mit 26 cm Durchmesser oder 1 Schnecke mit 24 cm Durchmesser und 4 kleine Schnecken:

Für den Hefeteig:
½ Würfel Hefe (21 g)
125 ml Milch, lauwarm
50 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt oder 1 EL Vanillezucker
1 Ei (Kl. M)
125 g Apfelmus
500 g Mehl
1 TL Salz
80 g Butter, zerlassen

Für die Füllung:
2 große Äpfel (ca. 260 g)
½ Bio-Zitrone
1 EL Zucker
2 TL Zimt
150 g Apfelmus
1 EL Butter

Für den Zitronenguss:
2 EL Zitronensaft, frisch gepresst
4-5 EL Puderzucker

Besonderes Werkzeug:
optional: Handrührgerät
Wellholz/Nudelholz
Reibe

Zubereitung:
Für den Teig die Milch lauwarm erhitzen und darin den Zucker und die Hefe auflösen lassen. Die Vanille und das Ei mit Hilfe eines Schneebesens mit der Hefe-Flüssigkeit kräftig verrühren, damit sich wirklich alles gut verteilt.

Das Mehl in eine große Schüssel sieben. Die Flüssigkeit zum Mehl gießen, das Apfelmus, die zerlassene Butter und das Salz hinzugeben. Alles etwa 10 min von Hand oder mit den Knethaken eines Handrührgeräts durchkneten bis ein schön glatter Teig entstanden ist. Den Teig zu einer Kugel formen und zurück in die Schüssel legen. Anschließend mit einem feuchten Küchentuch abdecken. In den auf 50 °C vorgeheizten Ofen stellen, den Ofen anschließend ausschalten und nun den Teig um das Doppelte aufgehen lassen. Dies kann 1,5 bis 2 Stunden dauern.

In der Zwischenzeit kann die Füllung vorbereitet werden. Hierzu die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Apfelstücke in einen Topf geben. Die Zitrone heiß abwaschen, die Schale mit einer feinen Reibe grob abreiben. Hierbei wirklich nur die gelbe Schale abreiben, das weiße gibt nämlich einen bitteren Geschmack ab (und das wollen wir ja nicht 😉 ). Nun eine halbe Zitrone auspressen. Den Saft und die Schale der Zitrone in den Topf geben. Zucker, Zimt, Apfelmus und Butter ebenfalls in den Topf geben. Nun alles etwa 5 bis 8 min leicht köcheln lassen bis die Apfelstückchen weich sind. Anschließend den Topf von der Herdplatte nehmen und abkühlen lassen.

Einen Tortenring auf 24 oder 26 cm Durchmesser einstellen oder eine Springform mit 26 cm Durchmesser nehmen. Diesen nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stellen.

Eine Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und den Teig mit den Händen nochmals kurz durchkneten. Hierbei dringt die Luft wieder nach außen, aber das ist in Ordnung so. 😉 Anschließend den Teig mit einem Wellholz/Nudelholz zu einem etwa 0,5 cm hohen Rechteck auswellen.

Die Bratapfel-Füllung sorgfältig auf dem Teig verteilen. Den Teig nun mit einem Messer in 2,5 cm breite Streifen schneiden. Den ersten Streifen zu einer Schnecke aufrollen. Diese Schnecke nun in die Mitte des Tortenrings/der Springform setzen. Anschließend Streifen für Streifen zur Hand nehmen und um die kleine Schnecke auf dem Backblech legen, sodass eine riesen Schnecke entsteht. Hierbei die einzelnen Streifen immer leicht andrücken. Zum Tortenring/Springformrand 0,5 cm Platz lassen, da der Teig nochmals ein wenig aufgehen wird. Falls nun noch Teigstreifen übrig sind, diese einfach zu kleinen Schnecken aufrollen und auf das noch freiliegende Backpapier legen.

Nun für weitere 30 min an einem warmen Ort (z. B. 50 °C warmer Ofen) gehen lassen. Die Schnecke wird sich nun nochmal um einiges vergrößern. Die Schnecke aus dem Backofen nehmen. Den Backofen nun auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Das Ganze wandert jetzt bei mittlerer Schiene für 35 bis 40 min in den Ofen. Falls auch kleine Schnecken mit gebacken werden, diese bereits nach circa 25 min Backzeit herausnehmen. Sobald die riesen Schnecke goldgelb gebacken ist, ist sie fertig. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Für den Guss die andere Hälfte der Zitrone auspressen und mit Puderzucker verrühren. Den Zitronen-Guss mit einem Löffel über die Schnecke träufeln. Die riesen Bratapfel-Zimtschnecke wie einen normalen Kuchen anschneiden und genießen. 🙂

Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit!

Eure Sarah ♥

Riesen Rratapfel-Zimtschnecke

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Quittenkuchen mit Baiserhaube

Quittenkuchen mit BaiserhaubeIch habe bei meinem letzten Besuch von meinen Eltern eine ganze Tüte voll Quitten mitbekommen. Was tun mit diesen Quitten? Roh essen kann man sie ja nicht. Quittengelee habe ich schon zuhause. Da es sowieso mal wieder an der Zeit war einen Kuchen zu backen, habe ich mich also an einem Quittenkuchen versucht. Noch nie zuvor habe ich selbst solch einen Kuchen gebacken, noch nie so einen Kuchen gegessen. Also war ich am tüfteln wie ich einen leckeren Quittenkuchen wohl backen könnte. Das große Los eines Food-Bloggers ist ja, dass man sich oft an irgendwelchen Naschereien versucht und herumexperimentiert bis alles stimmig ist. Manchmal ist man dann enttäuscht, weil es nicht so geklappt hat wie man es sich erhofft hatte. Und manchmal ist man stolz auf seine eigenen Kreationen. Vieles gelingt auf Anhieb, aber genau so vieles gelingt auch überhaupt nicht. So manches ist schon im Müll gelandet. Ups… Aber umso glücklicher ist man dann, wenn es ein Erfolg war. So wie dieser Quitten-Kuchen!

Zugegeben, früher kannte ich nur das gute alte Quittengelee, was uns meine Mutter kochte. Aber als Blogger erweitert man durchaus seinen Horizont. Und das ist gut so!

Quittenkuchen mit BaiserhaubeIch habe also gegrübelt, gegrübelt und nochmals gegrübelt. Was könnte zu Quitten passen? Was passt nicht? Es war schnell klar, dass ich eine Baiserhaube als Topping haben möchte. Aber der Rest? Mürbteig? Oder doch alles in einen Rührteig vermischen? Keine Ahnung. Also ließ ich es einfach auf mich zukommen. Ich nahm meine Tüte voll Quitten und ging in die Küche. Alles was ich machte, dokumentierte ich mir auf einen Block. Ich folgte meinem Gefühl, machte hier etwas Zucker hinein, dort etwas Zitronensaft, hier etwas mehr Mehl. Und so weiter. In der Hoffnung dass alles gut wird. Okay also die Quitten waren am kochen. Ich hatte mich für Mürbteig entschieden. Dieser lag fertig geknetet im Kühlschrank. Was tun mit den gekochten Quitten? Ich entschloss mich kurzerhand einfach eine Art Pudding mit Quittenstückchen zu kochen. Und ich möchte behaupten, es war eine gute Idee. Das Baiser wurde cremig aufgeschlagen. Ab in den Ofen und heraus kam ein wundervoller Quittenkuchen. Lecker, süß, „quittig“! Im Nachhinein genau so wie ich es mir erhofft hatte. Schnell den Kuchen abkühlen lassen, dann die Fotos in Kasten setzen und das erste Stück selbst gemachten Quittenkuchen genießen. Mhhmmm…

Seid ihr Quittenfans? Habt ihr einen Quittenbaum im Garten und ihr wisst nicht was ihr mit all diesen Früchten anstellen sollt? Dann versucht doch mal diesen leckeren Sonntagskuchen. Ein Traum! Guten Appetit!

Ist euch der Kuchen mit 20 cm Durchmesser zu klein? Na dann rechnet die Zutaten ganz einfach mit Hilfe von meiner Umrechnungstabelle um.

Quittenkuchen mit Baiserhaube
Quittenkuchen mit Baiserhaube


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Zubereitung: 47 min
Backzeit: 48 min
Zeit insgesamt: 1 Std. 35 min

Zutaten für einen Kuchen mit 20 cm Durchmesser (z. B. diese Springform *):

Für den Mürbteig:
100 g Mehl
30 g Zucker
1 Prise Salz
60 g Butter, kalt
1 Eigelb (Kl. M)

Für die Quittenfüllung:
3 Quitten, mittelgroß (geschält und entkernt ca. 300 g)
½ Zitrone, ausgepresst
150 ml Wasser
1 EL Vanillezucker

1 Eigelb (Kl. M)
20 g Stärke
150 ml Milch

Für die Baiserhaube:
2 Eiweiße (Kl. M)
1 Prise Salz
100 g Puderzucker (bitte nicht weniger!)

Besonderes Werkzeug:
Knethaken und Schneebesen einer Küchenmaschine oder eines Handrührgeräts
Springform mit 20 cm Durchmesser

Zubereitung:
Für die Quittenfüllung muss als erstes der Flaum der Quitten mit einem Küchentuch abgerieben werden. Anschließend die Quitten schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel in dünne Spalten schneiden und in einen Topf geben. Die Quittenspalten direkt mit frisch gepresstem Zitronensaft beträufeln, da sie schnell braun werden. Mit Vanillezucker und dem Wasser aufkochen lassen. Bei geschlossenem Deckel nun 30 min bei mittlerer Stufe köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Mürbteig zubereiten. Dazu alle hierfür genannten Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit den Knethaken einer Küchenmaschine oder eines Handrührgeräts zu einem glatten Teig kneten. Falls die Masse zu trocken ist, einfach mit den Händen weiterkneten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 min im Kühlschrank kühlen.

Eine Springform mit Butter einpinseln und etwas bemehlen. So löst sich nach dem Backen der Kuchen leicht aus der Form. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Mürbteig mit den Händen in die Springform drücken und einen Rand von circa 3 cm ziehen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Nun den Mürbteig bei mittlerer Schiene 10 min vorbacken.

In der Zwischenzeit kann die Quittenfüllung weiter bearbeitet werden. Nach der Kochzeit die Quitten abschütten, den Saft dabei auffangen. Den Saft zurück in den Topf schütten. Die Milch, das Eigelb und die Speisestärke hinzugeben. Alles mit einem Schneebesen glatt rühren. Nun bei höchster Stufe aufkochen lassen und dabei immer rühren, sodass keine Klümpchen entstehen. Es entsteht ein dicklicher Pudding. Nun den Topf von der Herdplatte nehmen, die Quittenspalten hineingeben und umrühren. Den Pudding nun ein wenig abkühlen lassen und dabei gelegentlich umrühren, damit keine Haut entsteht.

Den Mürbteig aus dem Ofen nehmen, die Puddingmasse darauf geben und glatt streichen. Nun nochmals 20 min backen.

Während dieser Backzeit kann die Baisermasse zusammengerührt werden. Dafür bitte darauf achten, dass die Rührschüssel und der Schneebesen der Küchenmaschine komplett sauber sind. Nur mit richtig sauberen Gegenständen kann ein schöner Eischnee entstehen. Die Eiweiße mit der Prise Salz steif schlagen. Erst wenn es wirklich steif ist, den Puderzucker hineinsieben und weiterschlagen lassen. Nun wird so lange gerührt bis die Baisermasse schön glänzt und sich der Zucker aufgelöst hat. Dies kann schon mal 10 min dauern.

Nach der Backzeit den Kuchen aus dem Ofen nehmen und die Baisermasse mit einem Teigschaber oder Löffel darauf streichen. Mit einem Löffel Spitzen ziehen.

Den Kuchen nun ein letztes Mal in den Ofen geben und 15 min bei gleicher Temperatur backen. Falls der Baiser noch keine braune Spitzen bekommen hat, nun noch 3 bis 5 min bei Umluft oder Grillfunktion backen.

Den fertigen Kuchen herausnehmen und 30 min in der Form abkühlen lassen. Anschließend die Form lösen und den Kuchen auf einem Kuchengitter vollständig erkalten lassen bevor man ihn anschneidet. Das Warten lohnt sich! 😉

Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit!

Eure Sarah ♥

Quittenkuchen mit Baiserhaube

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Marmorkuchen mit Sauerkirschen / Guglhupf

Marmorkuchen mit Sauerkirschen

Marmorkuchen mit Sauerkirschen

Heute habe ich mal wieder einen absoluten Rezeptklassiker für euch. Er ist allen bekannt, schmeckt (fast) allen und ist aus der Backgeschichte nicht mehr wegzudenken. Der Marmorkuchen, Marmor-Gugl, Guglhupf. Vielleicht haben ihn viele von euch noch als eine trockene Angelegenheit in Erinnerung. Dieser hier ist absolut nicht trocken. Die Sauerkirschen peppen ihn noch etwas auf. Diese geben zusätzlich noch Feuchtigkeit ab und verleihen dem Klassiker eine fruchtig-frische Note. Oben drauf wird der Kuchen außerdem natürlich noch mit viel Puderzucker und einer Puderzucker-Kirsch-Glasur verfeinert. Schmeckt wunderbar und sieht nebenbei auch noch richtig hübsch aus, wie ich finde. Ich bin der Meinung, Klassiker gehören genauso mit in die Backküche wie neue Backkreationen.

Es gibt so viele Guglhupf-Rezepte in Büchern und im Internet. Warum zeige ich euch also auch noch meine Variante? Vielleicht mag es da draußen auch noch bessere Marmorkuchen geben, wir finden aber diesen Marmorkuchen perfekt. Er ist lecker, fluffig, wirklich nicht zu trocken und vor allem schnell zubereitet. Er schmeckt lauwarm und kalt. Überzeugt euch selbst davon und sagt mir wie ihr ihn findet. Ich bin auch immer offen für Verbesserungsvorschläge, falls ihr welche findet. 😉 Wie sieht es bei euch aus? Gibt es bei euch auch manchmal Marmorkuchen oder ist euch das zu „langweilig“? Welche Klassiker mögt ihr denn gern? Gerne dürft ihr euch auch andere Backklassiker von mir wünschen. 🙂

Marmorkuchen mit SauerkirschenDas Rezept ist für einen kleinen Marmorkuchen gedacht. Die angegebenen Mengen entsprechen also eines normalen halben Rezepts. Ich habe dafür eine kleine Gugl-Form mit circa 16 cm Durchmesser verwendet. Perfekt für nicht ganz so viele Gäste. 🙂 Falls ihr den Marmorkuchen in einer gewöhnlich großen Form backen wollt, dann verdoppelt bitte einfach alle Zutaten. Die Backzeit könnte sich dementsprechend eventuell auch etwas verlängern. Macht hier bitte einfach unbedingt eine Stäbchenprobe nach 50 min.

Marmorkuchen mit Sauerkirschen
Marmorkuchen mit Sauerkirschen


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Zubereitung: 10 min
Backzeit: 40 bis 50 min
Zeit insgesamt: 50 bis 60 min

Zutaten für eine kleine Guglhupf-Form (1/2 Menge):
125 g Butter, zimmerwarm
125 g Zucker
2 Eier (Kl. L) (bei doppelter Menge entweder 4 L Eier oder 5 M Eier)
½ TL Vanilleextrakt oder ½ Pck. Vanillezucker
1 kleine Prise Salz
200 g Mehl
½ Pck. Backpulver
2 EL Milch
13 g Backkakao (kein „Kaba“)
2 EL Milch
½ Glas Sauerkirschen bzw. 1 kleines Glas Sauerkirschen (ca. 200 g Abtropfgewicht)

Für die Form:
1 EL Butter
etwas Mehl

Ansonsten:
Puderzucker
Kirschsaft

Besonderes Werkzeug:
Schneebesen einer Küchenmaschine oder eines Handrührgeräts
Sieb
Guglhupf-Form mit etwa 16 cm Durchmesser

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Form mit etwas Butter einpinseln und mit Mehl auskleiden, sodass eine ganz dünne Schicht Mehl an der Butter haften bleibt.

Die Sauerkirschen in einem Sieb abtropfen lassen, den Saft auffangen (einen kleinen Teil des Saftes benötigen wir später für die Glasur).

Die Butter mit dem Zucker 3 min weißcremig aufschlagen. Die Eier einzeln hinzugeben und jedes Ei sorgfältig unterschlagen. Salz und Vanille dazugeben und verrühren.

Mehl und Backpulver zur restlichen Masse sieben (!) und zusammen mit 2 EL Milch kurz und zügig unterrühren. Bitte nicht zu lange rühren, da das Backpulver sonst an Wirkung verliert. 2/3 des Teigs nun in die vorbereitete Guglhupf-Form füllen. Die abgetropften Kirschen darauf verteilen.

In den restlichen Teig den Kakao und die restliche Milch geben. Erneut kurz unterrühren. Den Schokoteig nun auf den Kirschen verteilen. Mit einer Gabel den hellen Teig mit dem Schokoteig leicht vermischen und so die typische Marmorierung herstellen.

Bei mittlerer Schiene wird der Kuchen nun für circa 40 bis 50 min gebacken (große Kuchen brauchen eine längere Backzeit). Stäbchenprobe bitte nicht vergessen! Anschließend den Kuchen aus dem Ofen holen, 5 min in der Form ruhen lassen und danach stürzen und den Kuchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Sobald der Kuchen erkaltet ist, etwas Puderzucker über den Kuchen sieben. Anschließend die Glasur herstellen. Dafür 3 EL Puderzucker mit 1 EL Kirschsaft glatt rühren. Falls die Masse noch zu dick sein sollte, dann noch etwas Kirschsaft hinzufügen. Die Glasur mit einem Löffel über dem Kuchen verteilen.

Der Kuchen kann sofort verzehrt werden. Er schmeckt luftdicht verschlossen auch am zweiten Tag noch sehr gut.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit!

Eure Sarah ♥

Marmorkuchen mit Sauerkirschen

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